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Hamburg ist wegweisend

Mit psychenet wollen wir Lösungen für Versorgungsprobleme von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen erarbeiten und den Nutzen dieser Lösungen wissenschaftlich untersuchen.

Dabei setzen wir fünf Schwerpunkte:

Aufklärung und Bildung

Die psychische Gesundheit der Hamburger Bevölkerung soll durch verbesserte Aufklärung über psychische Erkrankungen gefördert werden. Die Umsetzung erfolgt unter anderem durch eine vierjährige Medienkampagne (Teilprojekt I) und ein Internetportal für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Angehörige und Experten (Teilprojekt II).

Ziel: Die Bevölkerung ist über psychische Erkrankungen informiert, um angemessen damit umgehen zu können. Dies beinhaltet auch eine unterstützende, verständnisvolle Haltung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen.

Krankheitsübergreifende Prävention

Die psychische Gesundheit der Hamburger Bevölkerung soll krankheitsübergeifend gefördert werden. Hierfür werden unter anderem in Hamburger Unternehmen Vorsorgeuntersuchungen bezüglich psychischer Belastungen durchgeführt und Gesundheitsberatungen angeboten (Teilprojekt III).

Ziel: Psychische Erkrankungen treten seltener auf, da Maßnahmen zur universellen, selektiven und indizierten Prävention etabliert sind.

Verbesserung der Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie

Die psychische Gesundheit der Hamburger Bevölkerung soll durch eine Verbesserung der Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen gefördert werden. Die Umsetzung erfolgt unter anderem in hausärztlichen Praxen. Qualifizierte Pflegekräfte (sog. Care Manager) unterstützen die behandelnden Ärzte bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen (Teilprojekt IV). Um die Diagnostik und Behandlungszuweisung sowie Therapie zu verbessern, werden fünf Gesundheitsnetze aufgebaut (Psychose, Depression, somatoforme Störungen, Magersucht und Bulimie, Alkohol im Jugendalter). Weitere Maßnahmen kommen einer schnelleren und wirkungsvolleren Behandlung zugute (Teilprojekte VI - X).

Ziel: Psychische Erkrankungen werden frühzeitig erkannt und mit wissenschaftlich anerkannten und klinisch wirksamen Verfahren umfassend und schnell behandelt.

Stärkung der Betroffenen und Angehörigen

Die psychische Gesundheit der Hamburger Bevölkerung soll durch eine verbesserte Selbsthilfe von Betroffenen und Angehörigen gefördert werden. Dies geschieht durch Beratungsangebote von Betroffenen für Betroffene und durch Förderung der Familienhilfe (Teilprojekt V).

Ziel: Die Position psychisch Erkrankter und ihrer Angehörigen wird gestärkt, ihre Beteiligung gefördert und ihre Ressourcen (Selbsthilfe, Angehörigengruppe) aktiv unterstützt.

Neue Strukturen in der Versorgung

Die psychische Gesundheit der Hamburger Bevölkerung soll durch eine allgemein verbesserte Struktur, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung gefördert werden. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der fünf Gesundheitsnetze Psychose, Depression, somatoforme Störungen, Magersucht und Bulimie sowie Alkohol im Jugendalter (Teilprojekte VI - X)

Ziel: Die Versorgungsstrukturen sind so optimiert, dass sie bedarfsgerecht für die gesamte Versorgungskette, sektorübergreifend und auf Grundlage tragfähiger und übertragbarer Geschäftsmodelle für die Betroffenen und Angehörigen zur Verfügung stehen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Dr. Martin Härter
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49-40-7410-52863
Fax: +49-40-7410-58170

webteam@psychenet.de

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