Am 10. Dezember 2019 endet die  Vorlesungsreihe "Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie"; diesmal unter dem Titel "Wie gesund ist krank?". Die Vorlesungsreihe ist für alle zugänglich und findet 14-tägig am Dienstag von 18-20 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg statt (Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal A).

Am nächsten Termin (10. Dezember) sprechen Dr. Marlies Graser und Dr. Torsten Flögel zum Thema „Krankheit und Krisen im Werk von Christa Wolff". Den Flyer der Veranstaltung finden sie hier.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 22. November 2019 einstimmig beschlossen, dass die Systemische Therapie als weiteres Psychotherapieverfahren für Erwachsenen nun eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen in der ambulanten Versorgung wird. Damit ergänzt das Verfahren die drei bisher zugelassenen Verfahren, die beiden psychodynamischen Verfahren (Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) und die Verhaltenstherapie. Sie kann somit regulär bei dem Besuch einer ambulanten Psychotherapie abgerechnet werden.

Das nun vom Bundesrat bestätigte Gesetz zur Psychotherapeutenausbildung tritt ab dem 1. September 2020 in Kraft. Es sieht sowohl Neuerungen in der Ausbildung zum/r Psychotherapeut*in vor als auch Neuerungen in der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Folgenden haben wir eine Übersicht für Sie zusammengestellt:

  • Psychotherapeuten*innen erlangen in Zukunft bereits nach einem fünfjährigem Universitätsabschluss (Master-Abschluss) ihre Approbation für die Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. An das Studium schließt sich eine spezialisierte Weiterbildung für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene an. Die praktische Ausbildung in psychiatrischen Einrichtungen soll durch das Erlangen der Approbation mit Studienabschluss besser vergütet werden.

Kern des sozialen Entschädigungsrechts ist die Kompensation von erlittenen Personen- und Sachschäden durch die Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt wörtlich: „Wer einen gesundheitlichen Schaden erleidet, für dessen Folgen die Gemeinschaft einsteht, hat Anspruch auf Versorgung. Damit sollen beispielsweise besondere Opfer zumindest finanziell abgegolten werden.“ (bmas.de).

Psychotherapeutische Videobehandlung wurde nun mit einem Beschluss der Vertragspartner Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) rückwirkend zum 1. Oktober 2019 zugelassen. Mit dieser Änderung können nun Kurzzeit- und Langzeit-Psychotherapie, psychotherapeutische Gespräch, und andere psychotherapeutische Leistungen per Videokontakt stattfinden.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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