Seit dem Inkrafttreten der neuen Psychotherapeuten-Richtlinie am 1. April 2017 (siehe Newsmeldung) ist es gelungen den Erstzugang zu psychotherapeutischer Versorgung zu vereinfachen, auch wenn die Wartezeiten auf Richtlinienpsychotherapie nach wie vor hoch sind.

Das Ärzteblatt fasst zusammen:

  • Betroffene warten heute im Schnitt nur noch 5,7 Wochen auf ein Erstgespräch. Im Jahr 2011 waren es noch 12,5 Wochen im Bundesdurchschnitt. Rund 70% der Psychotherapeuten/innen führen ein erstes Gespräch bereits innerhalb von 4 Wochen. 

Am 25. April geht der Entwurf zu dem umstrittenen Psychiatrie-Gesetz in Bayern in die erste Lesung. Das Gesetz besteht aus zwei wesentlichen Teilen, erstens Hilfsmaßnahmen wie die Einführung eines flächendeckenden Krisennetzwerks in allen bayrischen Regionen: 24 Stunden am Tag sollen Dienste für Betroffene und Angehörige bereitstehen. Der zweite Teil des Gesetzes soll die Unterbringung für Menschen bei schweren psychischen Krisen regeln. Unter schwerer Krise wird hier ausgegangen, wenn man sich selbst oder andere stark gefährdet und deshalb psychiatrisch untergebracht wird. Insbesondere die geplante Unterbringungsdatei wird  von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und Behandlern kritisiert.

In einer großen Meta-Analyse die aktuell in der Zeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, berichten die Wissenschaftler Daten zu 21 verschiedenen Antidepressiva. Insgesamt wurden 522 hochwertige Studien ausgewählt, welche die Wirksamkeit und Akzeptanz der Antidepressiva bei Erwachsenen mit unipolaren Depressionen untersucht haben. Die Akzeptanz der Antidepressiva wurde in der vorliegenden Studie über den Anteil der Studienteilnehmer definiert, welche die medikamentöse Behandlung verfrüht beendeten.

Das Bundesgesundheitsministerium hat seinen Ratgeber für Patientenrechte aktualisiert. Die Broschüre stellt die Rechte als Patient verständlich und übersichtlich dar.

2013 trat das Patientenrechtgesetz in Kraft, welches wichtige Patientenrechte ausdrücklich im Gesetz verankerte.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat eine Checkliste für Internetpsychotherapie herausgegeben. Anhand dieser Liste können sowohl Behandler/innen als auch Patient/innen Angebote wie Gesundheits-Apps und -programme im Netz kritisch prüfen.

Zur Checkliste zählen Fragen zur Zielgruppe, Ansprechpartner/innen, Umgang mit Krisensituationen und Datenschutz. Jedes Programm sollte zumindest Antworten auf diese Fragen bieten, damit es in Betracht gezogen werden kann.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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