In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? steht im Wintersemester 2026/27 das Thema „Kulturelle Vielfalt und psychische Gesundheit“ im Mittelpunkt. Die Veranstaltungsreihe beleuchtet, wie kulturelle Prägungen unser Verständnis von psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankung beeinflussen und welche Impulse unterschiedliche Perspektiven für Prävention, Therapie und gesellschaftliches Miteinander geben können.

Im Fokus stehen Fragen danach, warum psychische Symptome in verschiedenen Kulturen unterschiedlich verstanden werden, welche Auswirkungen gesellschaftliche Erwartungen auf unsere psychische Gesundheit haben und ob der westliche Anspruch an Selbstoptimierung eher zur Gesundheit beiträgt oder psychische Belastungen verstärkt. Darüber hinaus geht es um Recovery, Resilienz und die Frage, was wir von anderen Kulturen im Umgang mit psychischen Krisen lernen können.

Die von Prof. Dr. Thomas Bock moderierte Vorlesungsreihe versteht kulturelle Vielfalt als Ressource. Sie lädt dazu ein, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen, voneinander zu lernen und psychische Gesundheit in einem größeren gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang zu betrachten.

Den Link zur Übersicht der einzelnen Veranstaltungen im Wintersemester 2026/27 finden Sie hier.

In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? steht diesmal die Frage im Mittelpunkt, wie Fachpersonal mit eigenen psychischen Krisen- und Psychiatrieerfahrungen ihre berufliche Rolle gestalten. Gibt es neben professioneller Distanz auch eine „gesunde Nähe“?

Die Veranstaltung beleuchtet Chancen und Herausforderungen von Doppelerfahrung und fragt, wie persönliche Krisen- und Berufserfahrung neue Perspektiven auf psychisches Leiden eröffnen kann.

Dr. Astrid Freisen, Fachärztin für Psychiatrie, Autorin und Mitbegründerin der AG Psychiatrie-erfahrene Expertin, berichtet über ihren Weg als Psychiaterin mit bipolarer Störung. Gwen Schulz berichtet von Ihren Erfahrung als Genesungsbegleiterin am UKE Hamburg. Prof. Dr. Sebastian von Peter von der Medizinischen Hochschule Brandenburg stellt aktuelle Erkenntnisse zu Fachpersonal mit Doppelerfahrung vor. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Bock.

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In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog?  steht diesmal die Vielfalt von Liebe, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität im Mittelpunkt. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit Fragen der Selbstannahme, dem Einfluss gesellschaftlicher Normen und den Möglichkeiten persönlicher Entwicklung,

Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Liebe, Sexualität und Geschlecht unser Selbstbild prägen, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen spielen und wie ein offener Umgang mit Vielfalt gelingen kann. Thematisiert werden zudem Unterschiede zwischen sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität sowie die Bedeutung von Akzeptanz, behutsamer Begleitung und nicht normierenden therapeutischen Ansätzen.

Lieselotte Mahler, Chefärztin aus Berlin, reflektiert die aktuelle Fachdiskussion in Fachverbänden und Leitlinien. Cornelia Kost kennt sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Perspektiven und vermittelt insbesondere den öffentlichen Diskurs rund um Geschlecht und Identität. Michaela Mosteller, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Switch“, berichtet aus ihrem eigenen Anpassungsprozess und von ihren Erfahrungen in der Begleitung anderer Betroffener.

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In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? steht diesmal das Thema Essstörungen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung verbindet die Reihen „Mensch-Sein“ und „Wer bin ich?“ und knüpft an frühere Dialoge an.

Unter dem Titel „Wer bin ich – mit und ohne Ess-Störung?“ diskutiert Thomas Bock mit seinen Gesprächspartnerinnen zentrale Fragen: Wann wird Essverhalten zur Belastung? Welche Rolle spielen Kontrolle, gesellschaftliche Einflüsse und Identität? Und wann wird Unterstützung notwendig?

Als Expertinnen aus den Bereichen Prävention, Psychotherapie und psychosoziale Beratung bringen Sabrina Scharf, Susanne Kaut-Reylaender und Mareen Grether fachliche und praktische Perspektiven ein und eröffnen so einen differenzierten Blick auf Essstörungen.

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Im Rahmen der Reihe „Bock auf Dialog?“ wird die Frage, wie wir zu uns selbst finden, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, zwischen persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Erwartungen und professionellen Rollen.

Am 27. April 2026 um 17:30 Uhr findet die Veranstaltung in den Räumen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Alexanderstraße 1, Raum 2.03, im St. Georg) statt. Zu Gast ist die Psychiaterin Astrid Freisen, die aus eigener Erfahrung mit bipolarer Erkrankung berichtet und diese mit ihrer fachlichen Perspektive verbindet.

Im anschließenden Dialog stehen zentrale Fragen im Mittelpunkt:
Wie prägen Krisen unsere Identität? Wie viel Verletzlichkeit darf im beruflichen Kontext sichtbar sein? Und was können wir von Menschen mit eigener Krisenerfahrung lernen?

Die Veranstaltung lädt dazu ein, neue Perspektiven auf psychische Gesundheit, Identität und gesellschaftliche Verantwortung zu gewinnen.

Weitere Informationen zur Präsenzveranstaltung finden Sie hier.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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