- Kategorie: Kurzmitteilungen
In der Vorlesungsreihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? standen diesmal Grenzerfahrungen junger Menschen zwischen Schule, Familie, Jugendhilfe und Psychiatrie im Mittelpunkt. Ausgehend von der Frage „Wer bin ich – ohne Sprache?“ wurde diskutiert, wie junge Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung ihre Sprachhoheit bewahren können und wie es den beteiligten Institutionen gelingt, eine gemeinsame Sprache zu finden, um Krisen vor Ort aufzufangen, eine Hospitalisierung wenn möglich zu vermeiden und den Rückweg ins Leben gut zu begleiten.
Imke Neemann (Co-Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Wilhelmstift) und Markus Schneider (leitender Psychotherapeut) stellten Erfolge und Perspektiven des „3-für-1-Projekts“ vor. Simon Steinwachs berichtete als ehemaliger Teilnehmer und heutiger Co-Moderator des Gruppenangebots „Zu-sich-stehen“ über die Bedeutung eigener Worte im Umgang mit besonderen Erfahrungen. Stefanie Jürgensen, Leiterin eines Zentrums für schulische und berufliche Bildung, stellte Angebote vor, die junge Menschen auffangen, wenn eine Rückkehr in die Regelschule noch nicht gelingt.
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