Die Webseite https://www.die-mitte-der-nacht.de vom Deutschen Bündnis gegen Depression bietet schriftliche Erfahrungsberichte und Videos von Betroffenen und Angehörigen, sowie Experteninterviews und Informationen zu Depressionen. Ziel der Webseite ist es, zu einem Erfahrungsaustausch im Umgang mit Depression anzuregen und Stigmatisierung in der Bevölkerung abzubauen. Dabei können eigene Erfahrungen von Menschen mit Depressionen eingebracht und mit anderen Menschen geteilt werden.

Der Vorschlag Nr. 51b im Kabinettsentwurf für ein „Gesetzt für schnellere Termine und bessere Versorgung“ (TSVG) wird von mehreren großen Psychotherapeuten-Verbänden (bvvp, DGPT, DPtV & VAKJP) entschieden abgelehnt. Insbesondere der Passus, der eine  anfängliche Voruntersuchung „durch qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten“ vorsieht, um die weitergehende Behandlung abzuklären, wird kritisiert. Dies stelle eine weitere Hürde für den Beginn einer Psychotherapie dar, Patienten könne es nicht zugemutet werden, sich mehren Ärzten oder Psychotherapeuten zu offenbaren, um in die Regelbehandlung aufgenommen zu werden. Die Verbände berufen sich auf die erst 2017 eingeführte Neuordnung zur psychotherapeutischen Versorgung, dabei wurden neue Leistungen im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunde und Akutbehandlung umgesetzt. Diese hätten bereits zu kürzeren Wartezeiten bei Erstgesprächen und Kristeninterventionen geführt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entschied am 22. November 2018, dass die Systemische Therapie für die Behandlung von Erwachsenen als Psychotherapieverfahren ausreichend belegt ist. Für fünf Störungsbereiche konnte der Nutzen nachgewiesen werden, u.a. Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen (unipolar), Essstörungen und Abhängigkeitserkrankungen.

Im nächsten Schritt müssen Einzelheiten, wie praktische Anwendung (z.B. Wie groß ist der Behandlungsumfang?), Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Es wird von einer Entscheidung bis März nächsten Jahres ausgegangen.

Donnerstag, den 29.11.2018 von 17 bis 19 Uhr eröffnet die Ausstellung "Kunst in der Psychiatrie"

 Wo: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Gebäude W37

Trialogischer Austausch im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Das Psychoseseminar dient dem Austausch und der wechselseitigen Fortbildung von Psychoseerfahrenen, Angehörigen und Profis. Ziel ist, eine gemeinsame Sprache zu finden und Dialogfähigkeit zu üben. Es geht um ein besseres Verständnis von dem, was eine Psychose bedeutet und was die verschiedenen Beteiligten an Hilfe brauchen.

Am nächsten Termin (14. Februar) geht es um Sprache und Kommunikation.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

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