Der Verbund CARE-FAM-NET beschäftigt sich mit der Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen Erkrankungen und deren Familien. Insgesamt leben in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Kinder und Jugendliche mit einer seltenen Erkrankung.  Wenn ein Kind schwer erkrankt ist, kann das die gesamte Familie belasten. Und doch bleiben die Eltern mit ihren Sorgen oft allein.  Krankheitsspezifische Belastungen wie Ängsten, Unsicherheiten und Sorgen um das erkrankte Kind sollen im Rahmen des CARE-FAM-NET-Verbunds frühzeitig erkannt und entgegengewirkt werden.

Im Rahmen dieses Projekts werden zwei Versorgungsformen für Kinder mit seltenen Erkrankungen, deren Geschwistern und Eltern angeboten: CARE-FAM und WEP-CARE. CARE-FAM ist eine Face-to-Face Kurzintervention mit 6-8 Sitzungen pro Familie über einen Zeitraum von 6 Monaten.  WEP-CARE ist eine Online-Intervention, die aus zehn Schreibaufgaben besteht und durch Fachkräfte unterstützt wird. .

Deutschlandweit läuft die Studie an 18 Standorten. Aktuell werden Familien mit einem Kind im Alter von 0 bis 21 Jahren mit einer seltenen Erkrankung für die Teilnahme gesucht. Weitere Information zur Studienteilnahme: https://www.carefamnet.org/forschung/studienteilnahme/

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) will mit dem Kurzfilm „Flucht und Migration – Selbsthilfe“ geflüchteten Menschen Tipps zur Selbsthilfe für körperliche und psychische Belastungen wie Unruhe oder Schlafstörungen geben. Die Cartoons illustrieren was Betroffene tun können, zum Beispiel feste Schlafrituale bei Schlafstörungen einhalten oder Sport treiben, um psychische Spannungszustände abzubauen. Der Kurzfilm ist in 13 verschiedenen Sprachen verfügbar (u.a. Englisch, Arabisch und Französisch).

Link zu dem Video: Youtube

Am 15.03.2019 wurde eine aktualisierte Leitlinie für die Klassifikation, Diagnostik und die Behandlung von Schizophrenie (sogenannte S3-Leitlinie Schizophrenie) von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) herausgebracht. Die Leitlinie richtet sich an BehandlerInnen sowie Betroffene und Interessierte.

Eine zentrale Erkenntnis der neuen Leitlinie ist, dass Psychotherapie (in Form von kognitiver Verhaltenstherapie) in allen Phasen der schizophrenen Erkrankung empfehlenswert ist. Darüber hinaus gibt die Leitlinie Empfehlungen zur medikamentösen Behandlung der Erkrankung (Pharmakotherapie).

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie überprüft die Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf die Wirksamkeit einer internetbasierten Intervention für Menschen, die Stimmen hören.

Ziel der Intervention ist es, Betroffene dabei zu unterstützen, einen besseren Umgang mit den Stimmen zu erlangen. Die Intervention beinhaltet sowohl bekannte, bereits als erfolgreich erprobte Strategien der kognitiven Verhaltenstherapie sowie neue, metakognitive Ansätze. Die Studie erfolgt online und anonym.

Hier finden Sie den Link zur Vorbefragung mit weiteren Informationen: https://ww3.unipark.de/uc/stimmen_vorbefragung/

Gesucht werden Menschen, die Stimmen hören und diese als belastend erleben. Um an der Studie teilzunehmen ist keine Diagnose notwendig.

Ende letzten Jahres sorgte ein Teil des Kabinettsentwurfs für ein „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ (TSVG) für starke Proteste. Der Zusatz zum Paragraphen 92 beinhaltete ursprünglich einen Passus, der eine anfängliche Voruntersuchung „durch qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten“ vorsah, um die weitergehende Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen abzuklären. Psychotherapeuten- und Ärzte-Verbände sahen hier eine weitere Hürde, welche die Inanspruchnahme von psychotherapeutischen Angeboten erschwere. Weitere Informationen über den ursprünglichen Entwurf finden Sie hier.

Neben der Kritik aus den Verbänden, Bundesrat und Koalition unterschrieben 217.000 Menschen die Petition und erreichten so, dass der Teil (Zusatz zum Paragraphen 92) nun aus dem TSVG gestrichen wurde.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

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