In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? steht diesmal das Thema Trauer im Mittelpunkt. Die Veranstaltung beleuchtet, wie insbesondere junge Menschen mit Verlusten umgehen und welche Bedeutung diese Erfahrungen für ihre Entwicklung haben.

Unter dem Titel „Wer bin ich – nach schweren Verlusten?“ diskutieren Thomas Bock, die Diplom-Theologin und Trauerbegleiterin Peggy Steinhauser sowie Kuno Köllmann vom Irre menschlich Hamburg e. V. zentrale Fragen: Wie finden wir Trost? Wann wird Trauer zur Belastung? Und wie unterschiedlich können Wege im Umgang mit Verlust aussehen?

Peggy Steinhauser bringt dabei ihre beruflichen Erfahrungen in der Trauerbegleitung ein, während Kuno Köllmann aus vielfältigen und ermutigenden persönlichen Erlebnissen berichtet. Fachliche Perspektiven und persönliche Erfahrungen verbinden sich so zu einem Beitrag, der dazu einlädt, Trauer besser zu verstehen und Vielfalt im Erleben anzuerkennen.

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Mit dem Forschungsprojekt „Navigating Mental Health Care (NaMeCa)“ entsteht ein innovativer Online-Versorgungslotse.

Ziel ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen eine niedrigschwellige, zentrale Orientierung zu bieten, um passende Beratungs- und Behandlungsangebote zu finden und diese leichter in Anspruch zu nehmen.

Im Rahmen des dreijährigen Projekts wird der Versorgungslotse auf Basis einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse konzipiert, entwickelt und evaluiert. Die finale Fertigstellung ist bis 2028 vorgesehen.

Durch die Einbindung bei Psychenet.de soll der Online-Versorgungslotse langfristig frei zugänglich sein und die bestehenden Informationsangebote gezielt erweitern.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projektseite.

In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? bildet ein kultureller Beitrag den Abschluss des Wintersemesters. Vorgestellt wird der teils autobiographische Roman Himmel, der nirgendwo endet von Marlen Haushofer.
Eine Lesung mit Torsten Flögel und Verena Kammerer bringt ausgewählte Textstellen näher und gibt Einblicke in das Leben der Autorin.

Bekannt wurde Marlen Haushofer vor allem durch Die Wand, auch verfilmt mit Martina Gedeck. Während dieser Roman von Isolation und Überleben erzählt, begleitet Himmel, der nirgendwo endet das Mädchen Meta beim Aufwachsen, mit kindlicher Fantasie, ersten Identitätsfragen und den Herausforderungen der Pubertät.

Der Beitrag verbindet Literatur und Psychiatrie und lädt dazu ein, die inneren Welten von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen.

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In der Reihe Anthropologische Psychiatrie – Bock auf Dialog? wurde noch einmal auf die erste „Wer bin ich?“-Reihe zurückgeschaut. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen junger Menschen, die oft übersehen werden: Straßenkinder ohne festen Wohnort, unbegleitete geflüchtete Jugendliche ohne Heimat und junge Menschen, die zwischen Psychiatrie, Schule, Familie und Jugendhilfe ihren Platz suchen.

Im Gespräch mit Gwen Schulz, Dr. Sabine Schütze und Marion Ryan wurde deutlich, wie unsicher das Gefühl für die eigene Identität werden kann, wenn Halt und verlässliche Bezugspersonen fehlen. Gemeinsam wurde gefragt: Wer sieht diese jungen Menschen? Wer fühlt sich zuständig? Und wer übernimmt Verantwortung?

Außerdem ging es um die Frage, warum Kinder- und Jugendpsychiatrie immer auch soziale Fragen berührt und welche politischen Aufgaben sich daraus ergeben.

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Der vierte Teil der Vorlesungsreihe Anthropologische Psychiatrie Bock auf Dialog? beschäftigte sich unter dem Titel „Wer bin ich ohne Diagnose?“ mit der Frage, ob die gesunkene Schwelle zur psychischen Diagnose einen erleichterten Zugang zu Hilfe darstellt oder ob Lebenskrisen zunehmend pathologisiert werden. Gleichzeitig zeigen das Schulbarometer und die COPSY-Studie eine wachsende psychische Belastung von Schüler:innen, verstärkt durch gesellschaftliche Krisen.

Vor diesem Hintergrund stellten Lea Höcker und Manuel Petersen die Kampagne „Uns geht es gut?“ der Schülerkammern vor, die Schule als Ort der Resilienz stärken will, unter anderem durch die Förderung von Gesundheits- und Medienkompetenz, durch Rückzugsräume sowie durch den Ausbau schulpsychologischer und sozialpädagogischer Angebote. Prof. Dr. Hohmann, Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKE, warnte zudem davor, die Sorgen junger Menschen an die Psychiatrie zu delegieren. Prävention sei zwar kostenintensiv, aber eine Investition in die Zukunft, darin bestand breiter Konsens.

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Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

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