Die Corona-Pandemie führte zu einem starken Innovationsschub bei Videobehandlungen. Fast alle Psychotherapeut*innen haben Behandlungen per Video angeboten und fast alle haben dies erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie gemacht.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) thematisiert nun im Bericht zu einer Online-Umfrage von 3500 Psychotherapeut*innen die Erfahrungen mit Videobehandlungen während der ersten Welle der Corona-Pandemie.

Hierbei stellte sich heraus, dass neun von zehn Psychotherapeut*innen sich vorstellen können, auch nach Ende der Pandemie Videobehandlungen durchzuführen. Allerdings will dies die Hälfte nicht mehr so häufig tun wie während der Corona-Pandemie. 

Nach den Erfahrungen der Psychotherapeut*innen sind Videobehandlungen eine wichtige Ergänzung, aber kein Ersatz für Behandlungen im unmittelbaren Kontakt. Bei Videobehandlungen ist die nonverbale Wahrnehmung eingeschränkt und es können nicht alle psychotherapeutischen Interventionen durchgeführt werden. Des Weiteren stellen technische Probleme wie eine instabile Internetverbindung oder das fehlende "Know-How" bei kleinen oder älteren Patient*innen weiterhin ein Hindernis bei Videobehandlungen dar. 

Die BPtK fordert daher, neben einer flexibleren Erbringung und Abrechnung von psychotherapeutischen Behandlungen, die Schaffung von technischen Voraussetzungen, um eine störungsfreie Behandlung per Video abhalten zu können. Außerdem muss gewährleistet werden, dass Menschen bei Krisen ihre Psychotherapeut*innen kurzfristig in ihrer Praxis aufsuchen können, weshalb keine große Distanz zwischen Psychotherapeut*in und Patient*in bestehen sollte. 

 

Quellen: 

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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