Neue Studie vom Robert-Koch Institut zur Inanspruchnahme psychotherapeutischer und psychiatrischer Leistungen

Bei der Studie (GEDA: Gesundheit in Deutschland aktuell) wurde eine bundesweite Befragung der erwachsenen Bevölkerung durchgeführt.

Das Ziel der Studie war es, zu untersuchen, wie häufig ambulante psychotherapeutische oder psychiatrische Leistungen in Anspruch genommen wurden und wodurch die Inanspruchnahme beeinflusst wurde.

Was wurde herausgefunden?

Aus der Studie geht hervor, dass 11% der Frauen und 8% der Männer in den vergangenen 12 Monaten psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch nahmen. Bei Befragten mit depressiven Beschwerden berichteten 35% der Frauen und 31% der Männer fachspezifische (d.h. psychotherapeutische oder psychiatrische) Hilfen in Anspruch zu nehmen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ca. zwei von drei Personen mit gegenwärtigen depressiven Beschwerden keine fachspezifische Hilfe aufsuchen.

Fachspezifische Hilfen werden bei depressiver Symptomatik, beim Leben ohne Partner/in oder einer geringeren sozialen Unterstützung häufiger in Anspruch genommen.

Menschen mit depressiver Symptomatik nehmen fachspezifische Angebote häufiger in Anspruch, wenn diese eher verfügbar sind (mehr Behandler pro Einwohner). Dieser Zusammenhang zeigt sich allerdings nicht für Menschen ohne depressive Beschwerden; hier nehmen ca. 5-10% der Menschen diese Hilfen in Anspruch – unabhängig davon, wie gut die Versorgungsdichte ist.

Weitere Informationen zu Häufigkeit und Einflussfaktoren der Inanspruchnahme ambulanter psychotherapeutischer und psychiatrischer Leistungen finden Sie hier.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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