Teilprojekt 8: Gesundheitsnetz somatoforme Störungen

Kurzbeschreibung des Projektes

Trotz der hohen Prävalenz, der häufig langen Verzögerung bis zum Beginn einer adäquaten psychosomatischen oder psychotherapeutischen Behandlung und der hohen individuellen und wirtschaftlichen Belastungen durch somatoforme Störungen existieren für diese Patientengruppe immer noch keine etablierten und sektorenübergreifenden vernetzten Behandlungspfade. Dementsprechend war das Ziel dieses Projektes, Patienten mit somatoformen beziehungsweise funktionellen Störungen schneller in eine wirksame Behandlung zu vermitteln, um damit unnötige Chronifizierungen, persönliches Leiden und erhöhte Gesundheitskosten zu vermeiden. Damit sollte die psychische und körperliche Gesundheit von Menschen mit somatoformen und funktionellen Störungen in Hamburg nachhaltig verbessert werden.

In Kooperation mit ambulanten und stationären Versorgern sowie den Kostenträgern wurde zu diesem Zweck ein Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Syndrome (Sofu-Net) aufgebaut, welches Screeningmaßnahmen, ein sektorenübergreifendes Behandlernetzwerk, ein gestuftes Vorgehen und definierte Behandlungspfade integrierte. Das Gesundheitsnetz wurde zunächst an 352 Patienten mit somatoformen Störungen in einer Prä-Post-Studie evaluiert (Phase I). Anschließend wurde es hinsichtlich der Inanspruchnahme spezifischer Leistungen in einem beobachter-verblindeten Vergleich mit einer Kontrollregion an 440 Hausarztpatienten überprüft (Phase II).

Ergebnisse und Verstetigung

Das geplante Gesundheitsnetz konnte erfolgreich etabliert werden. In der Prä-Post-Studie zeigte sich eine vermehrte Ansprache psychosozialer Probleme in der hausärztlichen Sprechstunde und ein verbessertes Verschreibungsverhalten (spezifischere Medikation). In der kontrollierten Studie zeigte sich, dass das Gesundheitsnetz einen größeren Anteil von patientenerfolgreich in Behandlung vermitteln konnte. Das Gesundheitsnetz wurde durch die Netzwerkpartner positiv bewertet. Eine Weiterführung des Netzes ist in Planung.

Projektleitung

Projektleitung

Prof. Dr. Bernd Löwe
Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, UKE
b.loewe@uke.de

Projektleitung

Projektleitung

Dr. Meike Shedden Mora
Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, UKE
m.shedden-mora@uke.de

Starke Bündnisse
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Teilnehmer:innen für Online-Fokusgruppe gesucht!

Das Forschungsprojekt CHIMPS-NET am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf möchte die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einem psychisch erkrankten Elternteil verbessern. Im Rahmen der Studie wurde die Webseite www.chimpsnet.org ins Leben gerufen. Dort werden Informationen zu relevanten Themen für betroffene Familien bereitgestellt.

Die Website soll sich möglichst eng an den Bedürfnissen der Nutzer:innen orientieren. Im Rahmen einer moderierten Gruppendiskussion ("Fokusgruppe") soll daher die Website gemeinsam betrachtet und über die Inhalte diskutiert werden. Es können sowohl Eltern mit einer psychischen Erkrankung als auch erwachsene Kinder (ab 18 Jahre) mit psychisch erkranktem Elternteil teilnehmen.

Die Fokusgruppe dauert 90 Minuten und findet online statt. Weitere Informationen zur Teilnahme erhalten Sie unter folgendem Link:

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